Insel Krk (Kvarner Bucht)

Krk ist eine kroatische Insel im Mittelmeer und neben der gleich großen Nachbarnsel Cres die größte in der Adria. Sie liegt in der Kvarner-Bucht südöstlich von Rijeka. Durch die Krk-Brücke ist Krk seit 1980 mit dem Festland verbunden. Auf der Insel leben rund 17.800 Menschen. 

 

Schon in den Jahren 1979 und 1980 war ich mit einer Gruppe von 10 Gleichgesinnten auf dieser Insel im damaligen Jugoslawien. 1980 erreichten wir die neuerbaute Brücke auf dem Weg nach Njivice auf Krk einen Tag vor der Eröffnung am 18.Juli und überfuhren am nächsten Tag nach der offiziellen Eröffnung als Gruppe der ersten Touristen die "Tito Brücke", wie sie damals genannt wurde. Damals bezogen wir Blockhütten unweit des Strandes bei Njivice. FKK-Anhänger fühlen sich auf dieser Insel besonders wohl.

 

Diese und andere schönen Erinnerungen im Kopf besuchte ich im September 2015 die Insel Krk erstmals nach 35 Jahre wieder und bewohnte gemeinsam mit meiner Partnerin für 3 Wochen eine Ferienwohnung oberhalb der Kvarner Bucht im Dorf Silo.

 

Nachfolgend einige Erinnerungen an diesen Urlaub in Text und Bild:



Die Ferienwohnung bei Nena und Karl im Dorf Silo (Insel Krk), oberhalb der Kvarner Bucht:

Die wunderschöne Villa ist mit drei Ferienwohnungen im Obergeschoss ausgestattet. Wir beziehen eine meerseitige Wohnung mit einer riesigen Terrasse, von der wir eine phantastische Aussicht auf einen Teil der Kvarner Bucht genießen, am Tage so wie auch in den Abendstunden. Die Sicht reicht hier von der Brückenverbindung der Insel Krk zum Festland bis zur Ortschaft Crkvenica, mit der eine regelmäßige Fährverbindung besteht. Während unseres dreiwöchigen Aufenthaltes erkennen wir, dass sich in dieser Bucht zeitweise Tunfische und Delphine tummeln. Nur die Mückenschwärme am späteren Abend stören diese Idylle zeitweise beträchtlich. Um die kümmern sich aber die hier in beträchtlicher Anzahl lebenden Fledermäuse, die manchmal im Tiefflug auch über unsere Terrasse huschen und sich sogar im Dach der Villa niedergelassen haben. Trotzdem ist zusätzlicher Mückenschutz zu diesen Zeiten sehr angebracht. Die herzlichen und sehr fürsorglichen, dennoch nötige Distanz bewahrenden Gastgeber Nena und Karl komplettieren ein sehr angenehmes Urlaubsgefühl. Hier fühlt man sich einfach wohl und Zuhause. Gerne empfehle ich diese Adresse weiter!!!

 

Die Homepage der Villa Oleander für Infos und Buchungen erreicht Ihr durch Klick auf nachfolgenden Link oder großes Foto:

 



 

Das Dorf Silo, der Yachthafen und Umgebung:

Die kleine ruhige Gemeinde Silo befindet sich im Norden der Insel Krk und hat lediglich ca. 450 Einwohner. Sie ist sehr Familien- und Kinderfreundlich mit nur wenigen Einkaufsmöglichkeiten und Restaurants, aber mir sehr viel Charme. Der kleine Hafen bietet eine regelmäßige 15minütige Fährverbindung zum Festland. Selbstversorger haben jeden Morgen Möglichkeiten, frischen Fangfisch zu günstigen Preisen zu erwerben. Die Ortschaft bietet Ferienwohnungen und Pensionen, die sich harmonisch in die Landschaft einfügen, ist reich an Bademöglichkeiten an Stränden und in kleinen Buchten, darunter auch ein Sandstrand direkt im Ort. Wegen der sonst groben Kiesel sind Wasserschuhe meist angebracht. Das Wasser ist sehr sauber und wurde mit der Blauen Flagge ausgezeichnet. Schnorchler, Taucher und andere Wassersportler kommen hier voll auf ihre Kosten und auch FKK-Freunde finden in vielen kleinen Buchten Rückzugsmöglichkeiten. Yachthafen und eine großer Campingplatz sind ebenfalls vorhanden.

 

Zu allgemeinen und speziellen Reiseinfos gelangt Ihr über einen Klick auf die nachfolgenden Links:

 

Wikipedia-Infos zur Gemeinde Silo

Touristen-Info zur Gemeinde Silo,  Insel Krk und Kroatien



 

Silo - Ausflüge in die Umgebung und (Bade-)Buchten:



 

Inselerkundungen: Fahrten in die Stadt Krk, nach Omisalj, Njivice, Baska und Vrbnik: 


 

Omisalj und Soline: Omisalj ist ein kleines Dorf im Nordwesten der Insel. Unweit hiervon liegt der Flughafen Rijeka und Soline. Der letztgenannte Ort ist bekannt durch extrem flaches Wasser und schwarzen Heilschlamm (Fango) 


 

Njivice: Das Dörfchen Njivice war mir wie oben beschrieben bereits durch zwei Urlaube Ende der 70er Jahre im Blockhauswald unweit des Strandes bekannt. Njivice ist vor allem ein Camper-Dorf geblieben. Das Dorf liegt südlich und unweit von Omisalj entfernt. 


 

Krk: Der Ort ist das Zentrum der Insel Krk und ein lebensfrohes und quirliges Städtchen mit knapp 7000 Einwohnern. Zugleich ist er ein fotografisches Highlight mit engen Gässchen, vielen Häusern venezianischem Stil, dem Fischereihafen einigen kulturhistorischen Gebäuden. In den kleinen Gassen ist das Klein- und Kunstgewerbe zuhause, am Hafen tummeln sich Straßenmusiker und -Maler, Gaukler und manchmal auch Artisten. Kulinarische Leckerbissen findet man in vielen Restaurants, vor allem Meeresfrüchte werden in allen Variationen fangfrisch angeboten.


 

Baska: Die zweitgrößte Gemeinde der Insel liegt im Süden der Insel und ist durch die hohen umliegenden Berge vor kalten Winden geschützt, daher in sehr warmer Lage und bietet mit 1,8km den längsten Strand der Insel. In ihrer Nähe befindet sich auch der größte FKK Strand der Insel, eingebettet in einem FKK-Camp. Durch die Wärme des Tals sind die hiesigen Bienen besonders fleißig. Das begünstigt eine reiche Honigernte, die durch einige ortsansässige Imkerfamilien im Straßenverkauf angeboten wird.


 

Vrbnik: Der kleine Ort an der Ostseite der Insel ist durch Weinanbau geprägt. Entlang den Zufahrtstraßen im Innern der Insel prägen weite Weinreben-Felder die Landschaft. Nur hier wird die Zlahtina-Traube angebaut, die zwar wenig Zucker produziert aber zu sehr schmackhaften leichten Wein verarbeitet wird. Im Ort selbst verkosten die ansässigen Winzerfamilien an vielen Stellen Weinproben. Hier wird auch der sehr süffige Prosek-Süßwein (15-18 Vol%) angeboten. Auch hier lacht das Fotografen-Herz angesichts der vielen gemütlichen Gässchen und venezianischen Häuser!



 

Tages-Schluchtwanderung Baska - Vela Vrzenica Cayon - Mala Luka - Baska:: Die Schwierigkeit ist mit Mittel (für Geübte) und als Laufzeit ca. 5 Stunden angegeben. Es sind 17,2 km zu absolvieren und jeweils 593 Höhenmeter im Auf- und Abstieg zu überwinden, wobei im Canyon einige beachtenswerte Kletterstellen eingelagert sind. Navigatorische Schwierigkeiten dürfte es für niemanden geben, da die Strecke ausreichend ausgeschildert ist.

 

Die Tagestour beginnt an der Pforte des FKK-Camps Bunculuka und verläuft zunächst oberhalb des Camps, dann auf Meereshöhe über den Wanderweg Nr. 8 am FKK-Strand entlang bis zur Abzweigung des Schluchtweges Nr. 10. Diesen folgend durch den Canyon Vela Vrzenica bis auf eine Höhe von 160m über NN, dann auf dem Wanderweg Nr. 9 über den Bergrücken Rebica (311m Höhe) hinunter nach Vela Luka (FKK-Strand mit Yacht-Anlegestelle) und weiter über eine zweite Anhöhe vorbei an historischen römischen Ausgrabungsstätten und hinunter in die malerische und versteckte Bucht Mala Luka. Beide malerische Buchten laden zum textillosen Verweilen und die kleinen Strandkioske zu Getränken und Imbiss ein, dennoch sollte man angesichts des langen und schweißtreibenden Weges durch die Schlucht mindestens genügend Flüssigkeitsnachschub mitführen. Danach geht es über den Weg Nr. 9 wieder zurück nach Baska, dieses Mal ausschließlich durchs Gebirge bis zur Pforte des FKK-Camps.

 

Besonderes: Sehr schöne und Landschaft und interessante historische Ruinen. Interessante Insekten- und Kriechtier-Population, z.B. Stabheuschrecken, Gottesanbeterinnen, viele Falter, Spinnen etc.

 

Anhand folgender Gebietskarte und drei Wanderkarten kann die Tour gut nachverfolgt werden. Von links nach rechts:

1. Übersichtskarte

2. Wanderkarte: Baska bis und durch den Canyon (Weg 8 und Schluchtenweg 10)

3. Wanderkarte: Canyon bis Vela- und Mala Luka Weg und zurück (Weg 9)

4. Wanderkarte: Rückweg durch das Gebirge (Weg 9)

 

Impressionen dieser Tageswanderung:



 

Tagesreise zu den Plitvicer Seen: Eine Fahrt mit Erinnerungen an die großen Winnetou-Filme der 60er Jahre, die zum großen Teil im gleichnamigen, größten und ältesten Nationalpark Kroatiens gedreht wurden. Wenn man oberhalb und unterhalb der Wasserfälle steht, denkt man unweigerlich an die Auftritte von Pierre Brice und Lex Barker und man erwartet sie förmlich in dieser Kulisse. Aber auch ohne diese Film-Erinnerungen ist ein Besuch einfach Gänsehaut fördernd, atemberaubend, phantastisch und daher unbedingt lohnend.



Fazit: Kroatien und die Insel Krk haben mich nicht enttäuscht. Wunderschöne, teils menschenleere Landschaften, ruhige verschlafene Dörfer und teils quirlige Städte, interessante Kleintier- und Pflanzenwelt, viele kleine aber feine Strände, noch mehr kleine Buchten, türkisblaues sehr sauberes Wasser lassen Fotografenherzen höher schlagen und das milde Klima trägt zum Wohlsein und Erholungsgefühl entscheidend bei. Ein Wiederholungsbesuch ist sicher!!!



 

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