Bergtour 2020 - Oberstdorf und Kleinwalsertal 

 

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Bergtour-Bericht in Text und Bild sowie einigen Videosequenzen:

 

Ort und Umgebung:

 

Oberstdorf im Oberallgäu ist ein vielbekannter Skiort und ist zugleich die südlichste Gemeinde Deutschlands und erreicht am Halderwanger Eck zugleich den südlichsten Punkt der Bundesrepublik. Der Ortskern liegt auf 313 Höhenmeter. Oberstdorf ist von vielen Hochtälern und Bergen umgeben, deren höchste Gipfel mit dem Krottenkopf eine Höhe bis 2656m erreichen. Durch die extrem starke Wintersport-Ausrichtung existieren viele Skilifte und Seilbahnen. Die Umgebung ist daher zumindest in den Haupttälern stark verbaut, ermöglicht jedoch andererseits viele Touren auch für weniger laufstarke Bergwanderer, was manchen Gipfel jedoch an günstigen Tagen touristisch sehr beansprucht. Mit 200km Wanderwegen, 76km Loipen, 130km Abfahrtsstrecken, 20 Skilifte und einige Seilbahnen gehört Oberstdorf mit dem Kleinwalsertal (österreichische Enklave) zu den touristischen Magneten Deutschlands. Oberstdorf hat knapp 10000 Einwohner, die Gästeübernachtungen belaufen sich jedoch jährlich auf fast 2,7Mio Personen. 

 

Tour-Zeitraum:

Diese 8tägige Tour fand vom 31.08.2020 -7.09.2020 statt

 

Teilnehmer:

 Teilnehmer waren außer mir selbst meine Bergfreunde

Norbert Gravermann, Dieter Henke und Winfried König sowie mein Sohn Sebastian

 

Tourgebiet:

Oberstdorf (Oberallgäu) und Nebentäler (insbesondere Kleinwalsertal)

 

Wikipedia-Infos nachfolgend durch Anklicken der folgenden grünen Links:

Tourist-Infos der Gemeinden durch Anklicken der nachfolgenden grünen Links: 

Oberstdorf

Kleinwalsertal

 

Touren und andere Unternehmungen:

Bergwanderungen sowie  Gipfel-, Hoch- und Bergtouren

in verschiedenen Schwierigkeitsgraden

außerdem Durchwanderung der Breitachklamm

 

Unterkunft:

4-Zimmer-Ferienwohnung (A19) im Haus Montana (Oberstdorf)

 

Tourverlauf:

 

Vorab: Die diesjährige Tour war von der Pandämie des Corona Virus Covid19 geprägt!  Bis kurz vor Beginn der Tour war nicht klar, ob diese Tour aufgrund des seit Februar grassierendem weltweiten Corona-Ausbruchs und dadurch verhängter zeitweiser Grenzschließungen sowie Reisebeschränkungen überhaupt stattfinden konnte. Auch während der gesamten Tour mussten wir viele Einschränkungen beachten und letztlich hinnehmen. 

 

Wie während der letzten Tour 2019 bereits angekündigt, führte mich diese in ein neues Gebiet, nämlich ins Oberallgäu. Dieses Mal allerdings wieder in Begleitung meiner langjährigen Wander- und Bergfreunde aus dem Münsterland, mit denen ich bereits einige gemeinsame Bergtouren zwischen 1998 und 2006 durchführte. Dieters Sohn Niklas musste seine erstmalige Teilnahme leider aus beruflich/schulischen Gründen absagen. Alle verbliebenen Teilnehmer bedauern das sehr, wir freuen uns aber zugleich über sein Interesse und hoffen auf seine Teilnahme an einer unseren zukünftigen Touren, die wir von nun an wieder regelmäßiger gemeinsam durchführen wollen. Was mich besonders erfreute war: Nach vielen Jahren wieder dabei war auch mein ältester Sohn Sebastian, der mich bereits 2002 und 2004 begleitete.

 

Weitere Infos zur jeweiligen Tour und/oder den Attraktionen findet Ihr per Klick auf die grünfarbigen Bezeichnungen

 

Montag 31.08.2020: Frühmorgens um 4.00Uhr befinde ich mich bereits auf der Fahrt in den Südwesten Deutschlands und stoße Nähe Ulm auf die aus dem Münsterland kommenden Teilnehmer zur gemeinsamen Weiterfahrt. Nach einer kurzen Rastplatz Pause setzen wir die Anreise unverzüglich fort und beziehen am frühen Nachmittag bereits unsere Ferienwohnung in Oberstdorf. Sie ist sehr großräumig und geschmackvoll eingerichtet und bietet uns mit zwei Duschbädern genügend Ausweichmöglichkeiten. Mehr Fotos hier: 4-Zimmer-Ferienwohnung (A19) Haus Montana

 

Nach Beziehen unserer Zimmer und kleineren Provianteinkäufen besuchen wir noch die Audi Arena mit ihren fünf Ski-Schanzenanlagen in verschiedenen Größen, die regelmäßig Austragungsort der Vierschanzentournee ist und seit 1953 den Auftakt dieses Ski-Events bietet.

 

 

Dienstag 01.09.2020: Dem Wetter und unserer konditionellen Verfassung entsprechend entscheiden wir uns heute für eine leichte und recht gemütliche Wandertour auf die Gaisalpe auf 1165m Höhe per "Wallrafweg". Nach gut 2 Stunden sitzen wir zum gemeinsamen Radler bzw. Weizen auf der Terrasse des gleichnamigen Berggasthofes. Regen verlängert unseren Aufenthalt. Nach dessen Abklingen machen wir uns auf den Rückweg und sind gegen 16 Uhr wieder in Oberstdorf zurück. Das Wetter hellt sich zum Abend auf.

 

 

Mittwoch 02.09.2020: Heute steigern wir uns mit der Gipfelbesteigung des Rubihorn (1952m). Winfried verzichtet heute aufgrund seiner eingeschränkten Mobilität und dem Hinweis, dass diese Tour als "Schwer" gekennzeichnet ist, auf diese Tour und besichtigt den Ort Oberstdorf.

 

Wir anderen bewältigen den Anstieg zunächst an der Schanzenanlage der Audi Arena vorbei, dann entlang des Faltenbachtobel, weiter über die Roßbichl-Hänge und über das Niedereck. Schon oberhalb der Roßbichl-Hänge befinden wir uns in, dann bald gar über den Wolken angekommen. Immer wieder geben Wolkenlücken faszinierende Panoramen ins Oberallgäu und Voralpenland frei. Hier im oberen Teil des Anstiegs sind einige ausgesetzte aber seilversicherte Stellen zu überwinden.

 

Dann ist das Gipfelkreuz erreicht und wir halten uns eine ganze Weile hier oben auf. Vor dem Abstieg äußert Sebastian noch den Wunsch nach einem Exklusiv-Foto als BVB-Fan, den ich ihm natürlich gern erfülle. Dieter verspürt heftigen Schmerz in der Hüfte, er hat sich wahrscheinlich vertreten und beginnt schon vorab den Abstieg.

 

Der anfangs steile Abstieg am Gaisalpsee vorbei wird durch einen starken Regenschauer noch vor Erreichen des gestern bereits besuchten Berggasthof Gaisalpe erschwert. Diesen erreicht lassen wir uns für eine längere Trinkrast auf der überdachten Gasthof-Terrasse nieder. Dieter folgt eine Weile später, seine Schmerzen sind heftig. Wir telefonieren daher mit Winfried, der uns auf halber Strecke mit dem Auto abholt. In der Unterkunft erfrischen wir uns frisch und gehen gemeinsam essen. 

 

 

Donnerstag 03.09.2020: Das Wetter soll sich heute weiter bessern. Da sich Dieters Hüftschmerzen gebessert haben, wandern wir von unserer Unterkunft zur und durch die Breitach-Klamm unweit von Oberstdorf. Die relativ ebene Strecke erleichtert Dieter und Winni das Laufen. Der tief in der Schlucht tosende Breitach-Bach ist ein wahrhaftig sehenswertes Erlebnis. Danach erwandern wir noch ein Almgasthaus in einem Seitental und genießen vor Rückkehr auf deren Terrasse einige Getränke bei prächtigem Ausblick.. 

 

Freitag 04.09.2020: Das Wetter ist heute freundlich und soll sich zur Bestform steigern. Daher starten wir unsere nächste größere Tour zum Hohen Ifen (2230m), zu einem der ungewöhnlichsten Gipfel der Umgebung, dessen Zugang teils seilversichert und sehr steil, im Gipfelbereich selbst aber sehr flach ist. Während des Aufstieges bieten sich uns noch einige felsige Attraktionen, wie Ihr auf den folgenden Fotos erkennen könnt. 

 

Am Gipfelkreuz angekommen, treffen wir auf eine extrem große Menschenmenge. Bei schönem Wetter wie heute ist der Andrang auf diesem Gipfel beachtlich. Man findet dort kaum noch ein freies Plätzchen, was sich aber letztendlich durch die doch recht einfache Erreichbarkeit und das faszinierende 360°Panorama erklärt. Die Aussichten ins deutsche und österreichische Oberallgäu sowie auf den Bodensee und auf den sogenannten Gottesacker, einem löchrigen Karst-Hochplateau sind wahnsinnig beeindruckend.

 

Nach etlichen Fotos, staunenden Ausblicken und einer Brotzeit steigen wir auf gleichem Wege wie gekommen zu Winfried ab, der an der Bergbahn-Mittelstation auf uns wartet. Nach Radler und Weizen fahren wir mit der Seilbahn ins Tal hinab und mit dem Auto zur Unterkunft. Trotz des nicht allzu schweren Abstiegs sind wir doch am Ende dieser Tour ziemlich geschafft. Hinzu kommt, dass auch Sebastian sich heute vertreten hat und stechenden Schmerz im Kniegelenk spürt. Auch Dieters Hüftschmerz ist wieder größer. Der Abend verläuft wie gewohnt mit Essen und Kartenspiel ab.                                                         

Samstag 05.09.2020: Das Wetter soll auch heute stabil und sonnig bleiben. Aufgrund der Schmerzen bei Dieter und Sebastian besuchen wir heute, zunächst per Seilbahn, das Fellhorn und die Kanzelwand, besteigen noch letzteren recht leichten Gipfel und genießen auch hier eine prächtige Aussicht. Da es nach dieser Unternehmung noch ziemlich früh ist, fahren wir noch zur Heini-Klopfer-Skiflugschanze, Deutschlands größte Schanze und eine der größten Anlagen weltweit. Wir besichtigen diese imponierende Anlage, fahren per Lift sowie Schrägaufzug bis ganz nach oben zum Schanzenkopf und genießen die Aussichten auf die Schanze selbst und von ihr in die Umgebung.

 

Sonntag 06.09.2020: Heute war eigentlich zum Abschluss der Tourwoche eine Nebelhorn-Gipfelbesteigung geplant. Da die Schmerzen bei Sebastian und Dieter jedoch weiterhin präsent sind und es zudem ab Frühnachmittag regnen soll, verzichten wir darauf und nehmen uns leichtere Touren vor. Dieter und Sebastian wollen zum Faltenbach-Wasserfall, Norbert und ich gehen ins Dietersbachtal, einem Seitental, in dem Norbert vor einigen Jahren beim Übertritt ins Oytal einen schweren Bergunfall erlitt. Bis nach Gerstruben gelangen wir, setzen uns aber bei einsetzendem Nieselregen ins dortige Gasthaus, verzichten nach kurzer Überlegung auf einen weiteren Aufstieg und treten den Rückweg an. Kurz nach unserem Eintreffen in unserer Unterkunft wird der Regen intensiver. Abends bereiten wir unsere Abfahrt am nächsten Morgen vor und genießen anschließend das für diese Tour letzte gemeinsame Abendessen.

 

Zusammenfassung und Fazit dieser Unternehmung: Es war sehr schön und lustig, mal wieder gemeinsam mit meinen Bergfreunden unterwegs gewesen zu sein. Wir alle fanden es so gut, dass wir zukünftig wieder öfter gemeinsame Bergtouren durchführen wollen.

 

Sebastian äußerte darüber hinaus den expliziten Wunsch nach einer Vater-Sohn Tour, daraufhin haben wir uns bereits während dieser Bergtour zu ebensolcher für das nächste Jahr verabredet. Ziel ist die Hohe Tatra in der Slowakei, die bereits mal als Bergtour 2008 eben mit dieser Gruppe geplant war, damals allerdings von mehreren Teilnehmern einschließlich mir aus verschiedenen Gründen abgesagt werden musste. Ob diese Tour so gelingt hängt allerdings wesentlich von der weiteren Entwicklung der Pandämie ab.

 

Ein Servus bis zum nächsten Bericht....Euer Berg(ver)führer Norbert!

 

 

 

Bergtour noch in Arbeit!!!

 

 

 


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