2017 - Nationalpark "Hohe Tauern"  

 

 

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Bergtour-Bericht in Text und Bild sowie einzelnen Videosequenzen:

 

 Ort und Umgebung:

Das Virgental mit seinem Hauptort Virgen (1194m) sowie den Nebenorten Prägraten und Hinterbichl liegt, umrahmt von den Bergmassiven des Venediger- und Lasörlinggebietes mit zahlreichen 3000er Gipfeln, in Osttirol in unmittelbarer Nähe des Felbertauerntunnels im Nationalpark "Hohe Tauern". Der Nationalpark selbst umfasst seinem Namen entsprechend wiederum das gesamte Gebiet der "Hohen Tauern" einschließlich des Großvenediger- sowie Großglockner-Gebietes. Im Nationalpark sucht man Skilifte und Seilbahnen vergebens, dafür findet man eine weitgehend naturbelassene alpine Tier- und Pflanzenwelt. Gämsen, Steinböcke und Adler sowie Bartgeier (Europas größter Greifvogel) trifft man hier an und auch Bär und Wolf halten wieder Einzug in den teils verlassenen Tälern. Das Virgental wird wegen seiner südlichen Ausrichtung und der daraus resultierenden, ungewöhnlich hohen Sonneneinstrahlung auch das Meran Osttirols genannt. Prägraten liegt auf 1309m Höhe und ist nach Virgen der zweitgrößte Ort (knapp 1200 Einwohner) in diesem langgesteckten Tal. Er umfasst das hintere Virgental mit den Seitentälern. Die Haupteinnahmequelle ist neben Landwirtschaft der Wander- und Bergsteigertourismus im Sommer sowie der Skilanglauf im Winter. Mehr Einzelheiten durch einen Klick auf  nachfolgende Links:

Haus meiner Gastgeber     -     Prägraten im Hinteren Virgental     -     Der Gesellschaftsraum

 

 

Tourverlauf vom 06.07.2017 - 20.07.2017 (14Tage):

 

Allgemeines zur diesjährigen Tour: Für diese erstmals 14tägige Bergfahrt sind Tagestouren, eventuell auch eine Hüttenübernachtung geplant. Die Wetterprognose ist zumindest für die erste Woche günstig. Es ist ein Wechsel aus Sonne und Wolken mit Gefahr von Nachmittagsgewittern voraus gesagt. Diese Fahrt absolviere ich wiederum ohne weitere Teilnehmer.

 

Freitag 06.07.2017 - Anreise: Frühmorgens beginnt die lange Anfahrt mit dem eigenen PKW. Durch günstige Wetter- und Verkehrsverhältnisse passiere ich gegen 12.00Uhr die österreichische Landesgrenze und steige nach Abfahrt von der Autobahn ein aufs andere Mal aus dem Auto, um die folgenden schönsten Ansichten fotografisch festzuhalten. Gegen 15.00Uhr erreiche ich das Haus von Petra und Toni Weiskopf im Prägrater Ortsteil St. Andrä, beziehe mein nett ein- und hergerichtetes Zimmer, orientiere mich dann in der näheren Umgebung und fahre abends in den benachbarten Ort Bobojach, um dort im mir bereits bekannten Gasthof Linder zu speisen.

 

Samstag 07.07.2017 - Berger Alm und Berger See: Morgens werde ich mit einem gut sortierten und nett zubereiteten Frühstück sowie heißem wohlschmeckenden Kaffee und einer gutgelaunten Gastgeberin Petra im Gesellschaftsraum erwartet.

 

Nach Kurzstudium von Wanderkarte und Bergführer schultere ich meinen mit wetterfester Kleidung und Proviant bepackten Rucksack um 9.00Uhr. Prächtiges Bergwetter lädt zum Wandern ein. Zunächst führt mich die heutige Tour durchs Dorf hinunter ans Ufer der Isel auf 1253 Höhenmeter. Nach Überschreitung einer Brücke führt ein Steilweg in Serpentinen durch den Wald auf die Berger Alm. Gegen 12.00Uhr erreiche zwar erstmals schweißgetränkt, dennoch recht frisch die Berger Alm auf 1840m, hier unterbricht ein leichtes Gewitter meine Wanderung für etwa eine halbe Stunde, dies nutze ich für eine Essens- und Trinkrast. 

Die nun folgende Etappe entlang der Baumgrenze ist geprägt vom steten Wechsel zwischen lichten Lerchenwäldern und weiten Almwiesen. Ich wandere stets oberhalb des hinteren Virgentals zum Wetterkreuz (2153m). Immer wieder erlaubt das Gelände Ausblicke auf Prägraten und meine hier gelegene Unterkunft, deutlich erkennbar an meinem dort geparkten roten Kleinwagen (Pfeil). An einigen Stellen kann man auch die Berger-See-Hütte auf einem Felsbuckel erahnen (Pfeil). Dorthin führt der Weg jetzt wieder leicht abwärts an reich und bunt blühenden Abhängen und  über einige kleinere Bachläufe hinweg, die in schattigen Mulden auch jetzt noch teils durch Restschneeflächen aus dem vorangegangenen Winter bedeckt sind, die überschritten werden müssen. Nach deren Überwindung und des abschließenden, recht steil aufwärts über eine Felskante führenden letzten Teilstücks befinde ich mich gegen 14.30Uhr unvermittelt am Berger See mit der gleichnamigen Hütte auf nun 2182m Höhe . 

Bei einer jetzt längeren Rast genieße ich kühles Radler sowie den Blick auf die umliegende Berge und den See. Dabei lasse ich die Seele ein wenig baumeln und studiere die Karte noch einmal, den in den folgenden Tagen möchte ich den hier befindlichen 3098m hohen Lasörling-Gipfel besteigen. Gegen 15.15Uhr beginne ich mit einer fotografischen See-Umwanderung. Dabei fallen mir besonders sowohl die fantastische Lage dieser Hütte als auch die wunderschönen großen Wollgraswiesen auf der gegenüberliegenden Seite auf. Auch die stetig wechselnden Berg-Panoramen hinter der Hütte faszinieren mich, besonders als die von mir im Jahr 2002 besuchte Sajathütte (2820m) auf der gegenüberliegenden Talseite direkt oberhalb der Berger-See-Hütte zu erkennen ist (Pfeil). Auch der im Bergführer als reizvoll beschriebene Muhs-Panoramaweg oberhalb der Hütte wird gut sichtbar. Wieder an der Hütte angekommen setze ich meine Tour fort. 

Spontan entscheide ich mich an einer Abzweigung für den eben beschriebenen Panoramaweg Richtung Lasnitzenalm und ignoriere den direkten Abstieg ins Tal. Diesen Entschluss bereue ich allerdings schon nach ca. 15 Minuten, als sich eine dunkle Wolkenwand über die Nachbarberge schiebt und ein nahendes Gewitter ankündigt. Ich rette mich gerade noch rechtzeitig einige hundert Meter weiter in eine Hirten-Schutzhütte als es mit aller Gewalt losbricht. Etwa eine Stunde hält mich das Unwetter in dieser Hütte gefangen, während sich einige Blitze mit ohrenbetäubendem Lärm und vielfachem Echo entladen. Bei gleichzeitig einsetzendem und minutenlang sintflutartigen Regen bin ich froh, hier Schutz gefunden zu haben.

Als sich die dunkelsten Wolken und der Regen verziehen, filme ich eine kurze Sequenz, zögere dann nicht lange und setze meinen Rückweg trotz weiterem Grummeln fort, denn es sieht momentan nach weiteren Gewitterschauern aus. Schnell erreiche ich nun den mit 2375m heutigen höchsten Punkt der Tour auf der Zopatnitzenalm. Für das faszinierende Venediger-Panorama auf der gegenüber liegenden Talseite habe ich nur noch begrenztes Interesse, da ich großen Respekt vor weiteren Gewittern in dieser Höhe habe. Für ein paar Fotos ist dennoch Zeit. Über teils enge Steige oberhalb steiler und tiefer Abgründe erreiche ich gegen 19.00Uhr endlich den Waldgürtel und wenig später die Lasnitzenalm auf 1900m Höhe. Nach einer letzten kurzen Radler-Pause steige ich nun über den elendig lang wirkenden Forstweg hinab ins Dorf und erreiche gegen 20.30Uhr endlich müde und mit schweren Beinen das Haus meiner Gastgeber mit der späten Einsicht: Die heutige Weitwanderung war eindeutig mehr als eine normale Einstiegstour, die mir viel Kraft und die Möglichkeit zum abendlichen Essengehen geraubt hat. Zum Glück habe ich noch Proviant übrig.

 

Sonntag 08.07.2017 - Zur Bodenalm:  Ein heftiger Muskelkater raubt mir einen Teil der Nacht und erschwert das Aufstehen am Morgen. Daher soll mich die heutige Wanderung schonen.

 

Erst gegen 9.30Uhr beginne ich mit immer noch schweren Beinen die unproblematische Tour zur Bodenalm auf 1960m Höhe und erreiche diese bereits nach knapp 2 Stunden Gehzeit. Während der dortigen Trinkrast studiere ich die mitgeführte DAV-Gebietskarte, horche in meinen Körper und checke Möglichkeiten weiterer heutiger Tätigkeiten. Für einen Abstieg ist es noch zu früh, für einen größeren Anstieg fehlt mir allerdings ebenso die Motivation. Also entscheide mich für den Rundgang über Dorfermähder und Bichl nach Prägraten mit Möglichkeit zur zwischenzeitlichen Abzweigung über Stabanthütte auf 1800m.

 

Nach etwa einer halben Stunde breche ich wieder auf und erreiche recht schnell den Timmelbach, dessen Wasser hier wildrauschend vom Timmeltal ins Virgental Richtung Prägraten abfließt. Nach ein paar Fotos und einer Videosequenz gelange ich auf den sogenannten Dorfmähder, das sind üppige Blumenwiesen auf sanften Abhängen. Hier lasse ich mich im satten Grün nieder und genieße beim Picknick sowohl den Panoramablick auf Prägraten als auch auf die umgebenden Höhen und den aromatischen Geruch der vielen Kräuterpflanzen, die hier wachsen. Einerseits entdecke ich meine Unterkunft im Dorf am Talgrund, andererseits kann ich meine komplette gestrige Tour auf den gegenüberliegenden Hängen verfolgen. Zeitweise schließe ich die Augen, verfolge dabei die Rufe eines dahinsegelnden Adlers und die Warnrufe der hier lebenden Murmeltiere. Zeit spielt für mich jetzt keine Rolle mehr. 

 

Irgendwann setze ich meine Etappe fort, fotografiere dabei viele Blumen sowie kriechendes und flatterndes Getier. Stetig abwärts gehend erreiche ich später den Abzweig zur Stabanthütte auf etwa 1650 Höhenmeter. Von hier an müßte ich zur Hütte nochmals vorübergehend etwa 300m Anstieg überwinden obwohl die Hütte auf fast gleicher Höhe liegt. 

 

Dazu kann ich mich heute nicht mehr ermuntern und nehme stattdessen den direkten Weg über Bichl nach Prägraten. An diesem Abend genieße ich wieder das abendliche Restaurantessen im Nachbarort Bobojach.

 

Montag 09.07.2017 - Stabanthütte/Isel: Der Muskelkater ist heute kaum noch spürbar. Trotzdem möchte ich heute noch einmal entspannen aber die gestern eigentlich geplante Tour komplettieren und abschließen. Die Wettervorhersage untermauert meinen Entschluß, denn für den Nachmittag sind gewittrige Schauer ankündigt.

 

Vorsorglich bestücke ich meinen Rucksack daher auch mit Regenjacke und breche nach dem heute späten Frühstück gegen 10.00Uhr zur Bodenalm (1777m) auf und gehe bis zum Wegzweig Stabanthütte/Bodenalm entgegengesetzt des gestrigen Abstieges. Von hier an setzte ich meine Tour über den sogenannten Katinweg fort. Dieser Steig führt aus den Bichler Wald, dann in weiten Schleifen bis auf eine Höhe von über 1900m zum Wegzweig Stabanthütte/Sajathütte. Von hier an geht es teils steil hinab zur Stabanthütte auf 1800m Höhe, die ich gegen 11.15Uhr erreiche. Dort nehme ich das von Hüttenwirtin Gabi angebotene Radler gern an. Die im Gebietsführer und auf Wegweisern angegebene Aufstiegzeit habe ich trotz einiger Fotopausen um 45Minuten unterschritten, das zeigt eine wieder gut aufgebaute Kondition an. Ich fühle mich so fit, dass ich spontan beschließe, die heutige Tour auszubauen und über Hinterbichl entlang des jungen Flusses Isel nach Prägraten zurück zuwandern. 

Gegen 12 Uhr breche ich zum zweiten Teil meiner heutigen Tour auf. Der Steig führt wieder steil hinab durch den Bichler Wald bis zum Wegzweig Bichl/Hinterbichl. Hier folge ich dem Hinweis nach Hinterbichl und wandere durch lichten Wald und über üppige Almwiesen. Während des Abstiegs erkenne ich die vorzügliche Lage von Bichl auf einem Felsbuckel. Später entdecke ich auch den hoch auf einem Felshügel gelegenen, bereits im Jahre 1546 erwähnten Groderhof über Hinterbichl und wandere auf diesen zu, bis ich das am Eingang des Dorfertals stehende Wiesenkreuz auf 1500 Höhenmeter erreiche. Von hier an geht es einen Fahrweg hinab bis zur Islitzer Mühle (1329m), wo ich die Isel nach einem kurzen fotografischen Workout und einiger Videosequenzen gegen 14.30Uhr überschreite und auf der Gegenseite Richtung Prägraten wandere. Auf der gegenüberliegenden Talseite kann ich die morgendliche Touretappe gut im Gelände verfolgen. Zufrieden und fit für größere Ziele am nächsten Tag erreiche ich gegen 16.30 Uhr bereits meine Unterkunft und besichtige noch kurz die kleine hauseigene Kapelle. Beim abendlichen Essen im Gasthof Linder (Bobojach) nehme ich mir vor, morgen den Lasörling (3098m) zu erklimmen. Heute Abend und in der Nacht gehen heftige Gewitterschauer mit ergiebigem Regen nieder.

 

Dienstag 10.07.2017 - Berger Alm, Welzelach und Bobojach:: Am Morgen hat sich das Wetter wieder beruhigt, die Wolken hängen allerdings noch schwer in den Hängen und die Bergspitzen sind nicht zu sehen. Obwohl es tagsüber trocken bleiben soll ist es unsicher, ob ich es heute auf den Lasörling schaffe.

 

Dennoch möchte ich wenigstens den Versuch wagen und bin daher um 8.30Uhr auf dem Weg durchs Dorf zur Isel hinunter, um diese wie Samstags zuvor zu überqueren und den steilen Anstieg durch den Hangwald zur Berger Alm zu absolvieren. Als ich hier unvermittelt in eine Nebelwand gerate, fühle ich mich wie in einer Sauna. Leichter Niesel fällt und dicke Tautropfen rieseln von den Bäumen, die Luftfeuchtigkeit beträgt fast 100%. Auch der Hang selbst ist sehr aufgeweicht und rutschig, hohe Konzentration und Trittsicherheit ist angesagt. Das belastet meinen Kreislauf sehr und das Schritttempo wird immer geringer. Ich bin froh, als ich nach 600m Aufstieg endlich um 12Uhr schweißgetränkt und pudelnass die Berger Alm (1840m) erreiche. Hier mache ich eine längere Rast und wechsle bereits jetzt erstmals das T-Shirt.

 

Als ich auf den Hangsteig zur Marcher Alm wechsle, ist dieser so durchweicht und teilweise gar abgerutscht, dass ich einige Male vom Normalweg abweichen und neue Pfade suchen muss. Das ist nicht ungefährlich! Daher brauche ich für diesen Abschnitt wesentlich länger als gedacht. Anhand dieser Situation überlege ich mir, wie es am Lasörling auf über 3000m Höhe aussehen könnte und entscheide mich für den heutigen Tag gegen die geplante Lasörling-Besteigung. Zum Glück wie sich später noch herausstellt.

 

Etwa hundert Höhenmeter Abstieg hinter mir und die Marcher Alm (1745m) erreicht,  habe ich hier nochmals einen freien Blick auf die Berger Alm. Ich entscheide mich dazu, weiter nach Welzelach abzusteigen und gehe gleich den Berghang querfeldein hinab, lasse mich einige hundert Meter zu einer Essensrast auf einer Bank nieder und genieße wieder einmal die mich umgebende Landschaft. Die Wolken reißen immer mal wieder auf, hängen aber nach wie vor sehr tief. Gegen 14.30Uhr raffe ich mich auf weiterzugehen, steige zunächst den Wiesenhang weiter abwärts und verfolge später, teils gedankenverloren einen Fahrweg bis Welzelach. Von hier aus wechsle ich nochmals auf einen Bergpfad, der mich über einen Felsbuckel zur Isel und nach Bobojach führt. Plötzlich schiebt sich eine dicke Wolkenwand durchs Tal und es fängt an zu regnen. Zunächst nur leicht, dann plötzlich schüttet es wie aus Kübeln. Bis nach Prägraten hält der Schauer an und ich erreiche völlig durchnässt meine Unterkunft. Heute freue ich mich besonders auf die aufwärmende Dusche und den darauf folgenden Restaurantbesuch.

 

Mittwoch 11.07.2017 - Ströden/Islitzer Alm und zurück: Auch am heutigen Morgen hängen die Wolken noch schwer im Tal, so dass die umgebenden Berge kaum sichtbar sind. Mühsam kämpft sich die Sonne durch die Wolken. Nachmittags sind wieder starke Gewitter vorhergesagt. Daher plane ich erst gar keine größere Tour sondern fahre nach dem Frühstück mit dem Auto zum Parkplatz Ströden, der sich am Talschluß des Virgentals befindet.

 

Meine heutige Kurztour führt mich zunächst zur Islitzer und Pebellalm, wo sich unzählige Touristen aus vielen Ländern treffen um die imposanten Umbal-Wasserfälle zu besichtigen. Die Wasserfälle interessieren mich heute jedoch nicht, ich überquere die Isel und benutze einen Seitenweg zurück zum Parkplatz. Nur wenige Meter abseits dieser lebhaften Almen kreuze ich den Kleinbach, bewundere kurz dessen Wasserfall und befinde mich dann bereits wieder in der vertrauten Stille des Nationalparks. Auf grünen Almwiesen grast hier eine kleine Herde urgemütlicher Alpenkühe. Ich lasse mich auf einem erhöhten Felsen nieder und genieße die wenigen Sonnenstrahlen des heutigen Tages auf meiner Haut sowie die faszinierende Umgebung.

 

Als sich irgendwann die ersten Gewittertürme aufbauen mache ich mich auf den Weg zum Auto. Bereits gegen 15 Uhr bin ich wieder in der Unterkunft und wenig später blitzt und donnert es wieder. Den restlichen Nachmittag bis zum abendlichen Essensgang verbringe ich daher mit Planung sowie Provianteinkauf für den morgigen Tag, denn endlich ist wieder stabileres und schöneres Wetter angesagt. Wie gut, dass ich noch eine ganze Woche vor mir habe.

 

Donnerstag 12.07.2017 - Im Umbaltal: Heute bin ich bereits um 7.00Uhr im Frühstücksraum, denn es ist wieder eine Großtour geplant. Sie führt mich ins Umbaltal, eines meiner bevorzugten Täler im Nationalpark. Um 8.30 parke ich mein Auto wie gestern bereits auf dem Parkplatz Ströden, schnüre meine Bergschuhe, schultere den Rucksack und beginne nun auf ziemlich genau 1400 Höhenmeter die Umbaltal-Tour.

 

Beim Eintritt in den Nationalpark studiere und fotografiere ich neben dem Natonalparks-Emblem die hier angebrachte große Gebietskarte, sie soll meinen nachfolgenden Bericht illustrativ unterstützen. Die nachfolgenden Bilder zeigen:  Gesamtübersicht des hinteren Virgentals und des Umbaltals mit Quer- und Nachbartälern. Mittig ist das gesamte Umbaltal abgebildet. Das rechte Bild zeigt den nun folgenden ersten Abschnitt der heutigen Tour bis zu den oberen Wasserfällen.

Auf dem Fahrweg erreiche ich zunächst den gestern bereits erwanderten Kleinbach-Wasserfall sowie die Islitzer- und Pebell-Alm (1509m). Diese passiere ich heute schnellen Schrittes und begebe mich gleich auf den Wasserschaupfad Umbalfälle. Auch sie sind für mich zum jetzigen Zeitpunkt fast nebensächlich, denn ich möchte die Clarahütte möglichst früh erreichen, um dort das hintere Umbaltal zu erkunden. Für ein paar Fotos und eine Videosequenz bleibt dennoch Zeit.

Als ich die Schlucht und den Wasserschaupfad gegen 10.30Uhr verlasse befinde ich mich bereits auf 1658m Höhe. Nun weitet sich das Tal und ein Fahrweg führt leicht aber stetig ansteigend zu der Stelle, an dem sich während der letztjährigen Wanderung ein großes steiles Schneefeld befand, danach erreiche ich die Isel-Brücke, die ich überquere und auf der Gegenseite bis auf knapp 2000Höhenmeter ansteige. Immer leicht ober- oder unterhalb dieser Höhenmarke führt der immer schmalere Pfad über tiefe und steile Abgründe zunächst die Ochsnerhütte. Die Steinböcke, die sich gern am Eingang des Dabertals aufhalten, treffe ich heute leider nicht an. Etwa eine halbe Stunde später erreiche ich die Clarahütte (2038m). Hier gönne ich mir eine kurze Trinkrast, verfolge die zurückgelegte und die noch vor mir liegende Strecke auf der Karte.

Dann packe ich meine Spiegelreflex-Kamera aus und breche gegen 12.00Uhr zur Erkundung ins hintere Umbaltal auf. Dieses sagenhaft einsame Tal zieht mich seit meiner ersten Erkundung immer wieder magisch an. Die Ruhe in diesem sehr langgestreckten Tal ist schon fast unheimlich. Nur die gelegentlichen Rufe der hier grasenden Schafe und der Murmeltiere sowie das mal sanfte, mal laute Rauschen der hier noch jungen Isel unterbrechen die ansonsten fast absolute Stille. Unweit der Hütte scheint noch vor kurzem ein Felssturz stattgefunden zu haben, denn große und kleine Felsbrocken liegen aufgehäuft oder verstreut im Gelände herum, die frischen Schlag- und Bruchspuren am Gestein verraten zeitnahen Ursprung. Ein haushoher Brocken ist den Hang hinuntergerollt und hat sich dann mittig ins Gelände eingebohrt. In den Geröllnischen haben sich einige alpinistische Pflanzenschönheiten niedergelassen, die mein fotografisches Interesse wecken. Auch die hier im Tal sehr gut sichtbaren Gesteinsfalten sind fotogen. Nach Überquerung der Isel mittels eines kleinen Steges zweigt sich der Weg einerseits Richtung Phillipp-Reuter-Biwakschachtel (2677m) sowie Umbaltörl (2926), wo sich die italienische Grenze befindet, den Hang hinauf, andererseits direkt flußaufwärts entlang des Isel-Baches zum Umbal-Gletscher und dessen Tor.

 

Ich wechsle heute auf den Gletscherweg, der mich langsam aber stetig, zeitweise durch weite Schwemmsandgebiete immer höher Richtung Talschluß und irgendwann zu einem riesigen, vom ehemals hier befindlichen und bereits stark zurückgewichenen Gletscher glattgeschliffenen Felsbuckel führt, der den Blick auf das dahinter befindliche Gelände verwehrt. Ich befinde mich auf etwa 2300m Höhe. Jetzt sind mehrere mit Drahtseil versicherten Steilstellen zu überwinden. Teils rutschige weil feuchte Felsen machen dieses Unterfangen schwierig und nicht ungefährlich. Etwa hundert anstrengende Höhenmeter sind so zu überwinden, dann ist es geschafft.

 

Auf dem Buckel befinde ich mich nun auf ca. 2400Höhenmeter und habe wieder freie Sicht zu allen Seiten. Beim Rundblick entdecke ich etwa 300m höher am Hang die eben erwähnte Biwack-Schachtel. Auf der anderen Seite befindet sich der Gletschersee, an dessen hinterem Ende sich im Jahre 2000 bei meiner ersten Erkundung noch das Ende der Umbal-Gletscher-Zunge mit dem Tor befand. Beide sind von hier aus nicht mehr zu erkennen, sie haben sich hinter einem weiteren Buckel am Fuße des sogenannten Essener Ecks (3006m) auf eine Höhe von fast 2500m zurückgezogen.

 

Das heißt: Der Gletscher, der den Talschluß bildet, hat bereits viele Meter seiner Dicke eingebüßt, ganz zu schweigen von hunderten Metern seiner Länge. Hier wird mir der Klimawandel sehr bewusst und es beschleicht mich ein seltsam melancholisches Gefühl. Wie wird diese wunderschöne Gletscherlandschaft wohl in einigen Jahrzehnten aussehen und was wird dieser Gletscher bis dahin alles freigeben? 2001 wurde hier ein Flugzeug vom Typ JU-52 aus dem zweiten Weltkrieg gesichtet und später geborgen.

 

Eine ganze Herde Schafe umgibt mich plötzlich und einige der Tiere fordern mich sanft, andere mit Nachdruck dazu auf, sie zu streicheln. Eine ganze Weile lasse ich mich auf einem Felsblock nieder und gebe dem Willen der Tiere nach, fotografiere und filme dann das Treiben der Herde sowie die wilde Schönheit der Umgebung. Dann steige ich den Felsbuckel hinab, überquere ein Schneefeld, befinde mich nun direkt am Ufer des Sees, ersteige einen weiteren Felsbuckel und mache hier eine kleine Essens- und Trinkrast. Da es in dieser Höhe sehr kühl ist, wird die Rast nicht allzu lang und ich überlege, ob es sich eher lohnt noch zum jetzigen Gletschertor empor zu klettern oder den Zugang zum Phillipp-Reuter-Biwak zu erkunden. Die dritte Alternative ist der Abstieg.

 

Um 15Uhr entscheide ich mich für die letztere Möglichkeit, suche und finde aber vorher noch eine hier befindliche Aufstiegsmöglichkeit zum Biwak, denn ich nehme mir vor, im nächsten Jahr wieder hierher zu kommen, in der Clarahütte zu übernachten und dieses Tal in seiner Gesamtheit einen kompletten Tag zu erkunden, dabei die Biwakschachtel, das Törl und den Gletscher zu erwandern. 

Der nun folgende Abstieg erfolgt entgegengesetzt des vorangegangenen Aufstiegs auf gleicher Route, erfordert daher nicht mehr die gleiche Kraft, dennoch genauso viel Aufmerksamkeit und Konzentration. Nach der Kletterei folgen wieder weite Fließgelände, in denen ich mir teilweise erneut neue Pfade suchen muss, um keine nassen Füße zu bekommen. Ich nehme mir jedoch Zeit, immer mal wieder zurückzuschauen, die Umgebung nochmals fotografisch und mental zu genießen.

Gegen 17.00Uhr passiere ich die Clarahütte ohne Rast, sichere meine DSLR im Rucksack vor Nässe, da jetzt doch einige dunkle Wolken aufziehen. Entlang der nun folgenden steilen Abhänge laufe ich schnellen Schrittes oberhalb tiefer Abgründe, bis mich der erwartete leichte Regenschauer, glücklicherweise ohne Blitz und Donner überrascht. Da der Pfad nun zusehends nasser und schnell rutschig wird, ist nochmals Trittsicherheit und Konzentration gefordert. Wenig später gelange ich zur Ochsnerhütte, laufe jedoch angesichts der jetzt wieder angenehmen Temperaturen ohne Unterbrechung weiter, bis mich kurz vor dem Holzsteig über der Isel ein ungewöhnlich kräftiger und wunderschöner, zeitweise doppelter Regenbogen empfängt. Das veranlasst mich, nochmals die Spiegelreflexkamera auszupacken und diesen fotografisch zu fixieren. Selten war es mir bisher in dieser Deutlichkeit erlaubt, die verschiedenen Phasen eines Regenbogens zu beobachten. Als ich den Holzsteig erreiche, verzieht sich auch die letzte dunkle Wolke und das Wetter zeigt sich jetzt von der besten Seite.

Da das Wetter nun stabil erscheint, nehme ich mir auch am jetzt folgenden Umbalfall nochmals Zeit, um die wild tobenden Wassermassen fotografisch und filmisch festzuhalten. An einigen mit Aussichtskanzeln versehenen Stellen ist der Kontakt zum Wasser ganz besonders eindrucksvoll und intensiv. Dann verlasse ich diesen fantastischen Ort und erreiche gegen 19.00Uhr den Parkplatz Ströden müde aber zufrieden. Heute ist trotz der langen Tour noch genug Zeit zur Erfrischung und einem leckeren Abendessen in Bobojach. 

 

Freitag 13.07.2017 - Rundwanderung Virgen-Zedlach: An diesem Morgen spüre ich nicht nur die gestrige intensive Sonneneinstrahlung im Umbaltal sondern auch die zurückgelegten Kilometer und Höhenmeter. Also möchte ich heute Haut, Muskeln und Gelenke schonen. Der Wetterbericht verspricht sehr viel Sonne ohne Eintrübungen. Daher fahre ich nach dem Frühstück nach Virgen und starte dort gegen 10.00Uhr auf dem Freibad-Parkplatz (1200m) die heutige Tour.

 

Sie führt zunächst über den Ortsteil Mellitz in den Bergwald hinein zum Mitteldorfer Bach. Diesen per Steg überwunden, lege ich gegen 11.15Uhr eine erste Rast auf einer nachfolgenden Almwiese (1400m) ein. Plötzlich wird es laut, denn ein tieffliegender Rettungshubschrauber der Bergwacht fliegt direkt über mir Richtung Virgen, Obermauern und Nilltal. Es beschleicht mich kurzfristig ein seltsames Gefühl und ich hoffe dabei, dass ich niemals solch einen Einsatz hervorrufen werde. Den Grund dieses Einsatzes erfahre ich einen Tag später beim abendlichen Essen, mehr dazu später.

 

Der weitere Weg führt durch den kühlenden Bachwald sowie an einem Anger vorbei zum  Zedlacher Waldlehrpfad und erreicht zwischenzeitlich den höchsten Punkt der heutigen Tour auf über 1500m. Der Waldlehrpfad besticht durch uralte knorrige Bäume, einigen Erklärungstafeln und andere Darstellungen zur hier heimischen Fauna und Flora.

Von hier an führt mich zunächst ein Fahrweg hinab Richtung, dann quere ich das Gelände über üppige Alpenwiesen und Almen hinunter nach Zedlach, gelange dann über einen Hangweg namens Mühlensteig zum Ortsteil Bach und erreiche dort die Verbindungsstraße nach Virgen. Diese wandere ich entlang bis heute zum zweiten Mal den Mitteldorfer Bach überschreite und wenig später eine mit einer Parkbank versehenen kleinen Geländeerhöhung erreiche, auf die ich mich niederlasse. Jetzt um 14.30Uhr, schon wieder unweit von Virgen und Auto entfernt, mache ich meine heutige letzte Rast und genieße die Sonne und das Bergpanorama gegenüber.

 

Irgendwann mache ich mich zum Parkplatz und zu meiner Unterkunft auf und beginne dort mein alltägliches Abendprogramm. Zwischenzeitlich habe ich heute erstmalig das Vergnügen, mit meinem Gastgeber Toni sprechen zu können. Er ist ebenfalls begeisterter Bergsteiger, Flurbilder (z.B. ein Gipfelbild vom Elbrus auf 5642m) und einschlägige Zeitschriften sowie Bücher bezeugen das deutlich. Bei unserer freundlichen und interessanten Unterhaltung bekomme ich wertvolle Informationen bezüglich meiner bisherigen und zukünftigen Vorhaben.

 

Samstag 14.07.2017 - Rundfahrt nach Virgen und  Matrei: Auch am heutigen Morgen erwartet mich ein vorzügliches und reichhaltiges Frühstück. Tiefhängende dicke Wolken lassen mich heute das KFZ bevorzugen.

 

Gegen 9.00Uhr beginne ich meine Rundfahrt und befinde mich bereits wenig später auf einerm Parkplatz im Virgener Ortsteil Obermauern. Hier steht die bereits im Jahre 1456 erbaute Kirche "Maria Schnee" inmitten einer Galerie von ebenso alten Bauernhöfen, einer von ihnen beinhaltet eine Alpakazucht. Ein paar mal war ich bereits hier, aber dieser Ort fasziniert mich immer wieder, fühlt man sich doch fast um Jahrhunderte zurückversetzt.

 

Schon beim Betreten des Kirchengeländes fallen die ins Mauerwerk eingearbeiteten uralten Skulpturen sowie die Sonnenuhr auf.  In der Kirche selbst machen mich die spätgotischen Wand- und Deckenfresken ebenso sprachlos wie die historische Orgelanlage. Eine ganze Weile verbringe ich in diesem Schmuckstück und lasse die Kunstschätze auf mich wirken. 

Dann setze ich meine Fahrt nach Matrei fort und steuere das dortige Nationalparkzentrum an. Ca. 11.00Uhr beginne ich dort meinen Rundgang und staune nicht schlecht. Auf vier Etagen werden Flora und Fauna, geologische- sowie Wetter- und Klimaentwicklungen des Alpenraumes und diesbezügliche Besonderheiten der Nationalparkregion anschaulich dargestellt. Zudem liegen reichhaltige entsprechende Informationen in Papierform aus. Hier werde ich auch auf die Dauerausstellung "Wege ins Freie" aufmerksam, die sich unweit in einem separaten Gebäude  befindet und anlässlich des diesjährigen 150jährigen Jubiläums des österreichischen Alpenvereins (ÖAV) das Thema Alpenerschließung sowie Forschung, dabei insbesondere die facettenreiche Geschichte des Bergsteigens behandelt.

Danach besichtige ich die hiesige Pfarrkirche St. Alban, die ebenfalls mit wunderschönen einzigartigen Fresken und Stuckarbeiten überrascht und den Kirchfriedhof mit seinen teils uralten stilistischen Grabkreuzen gleich nebenan. Vor der endgültigen Rückfahrt fahre ich noch zur Talstation der Goldried-Bergbahn und erfrage die aktuellen Preise. In den nächsten Tagen soll sie eines meiner Ziele werden, denn die hier am Berg befindliche Adler-Lounge verspricht einen atemberaubenden Ausblick auf den Großglockner, den mit 3798m höchsten Berg Österreichs.

 

Gegen 17.00Uhr befinde ich mich wieder in Prägraten. Beim abendlichen Essen im Gasthof Linder wird das Rätsel des gestern tieffliegenden Hubschraubers gelöst. Am Nachbartisch sitzen zwei deutsche Mountainbiker aus NRW, der eine im Gesicht übel zugerichtet und einen Arm mit Schiene versehen. Im Gespräch mit ihnen erfahre ich, dass er am Vortag unweit der Nilljochhütte schwer gestürzt ist und sich dabei einen komplizierten Armbruch zugezogen hat; er wurde deswegen mit dem Bergrettungs-Hubschrauber zur OP ins Krankenhaus nach Lienz verbracht. Schon am morgigen Sonntag brechen die beiden ihren Urlaub nach wenigen Tagen vorzeitig ab. 

 

Die kommende Nacht wird etwas unruhiger als die letzten, da an diesem Wochenende das historische Bataillonsschützenfest im Ortszentrum von Prägraten stattfindet, an dem viele Dorfbewohner in Trachtenkleidung teilnehmen. 

 

Sonntag 15.07.2017 - Matrei (über Goldried und Adlerlounge zum Roten Kogel): Auch heute morgen weckt mich mein Handy um 7.00Uhr. Beim ersten Blick vom Balkon meines Zimmers hält das Wetter eine Überraschung bereit, denn die oberen Regionen der umliegenden Berge sind weiß gepudert. Für den Nachmittag jedoch ist eine durchgreifende Wetterbesserung auch für die nächsten Tage vorhergesagt. Daher möchte ich heute wieder eine größere Unternehmung starten. Gegen 7.30Uhr stehe ich im Gemeinschaftsraum vor einem Minibüfett und habe auch heute die Wahl zwischen Müsli, Joghurt,  frischen Brötchen, reichhaltig vorhandenen köstlichen Aufstrichen und Belägen, vitaminreicher Obst- und Gemüsebeilagen und dem von Petra zubereiteten köstlichen Kaffee sowie gehaltvoller Alpenmilch.

 

Frisch und gestärkt packe ich nach dem Frühstück meinen Rucksack und starte das Auto auch heute Richtung Matrei, fahre dann jedoch direkt zur Goldried-Bergbahn-Talstation und lasse mich gegen 9.00Uhr mit einer der ersten Gondeln von knapp 1000m Höhe zur Bergstation auf 2190m fahren. 

Der nicht unerhebliche Fahrbeitrag wird beim Ausstieg mit einem Panoramablick weit ins Virgental hinein belohnt. Das Panorama wäre bestimmt noch eindrucksvoller, wenn die Wolken zu dieser Zeit nicht so sehr tief hängen und den Blick auf die vielen Gipfel verwehren würden. Durch die extrem hohe Luftfeuchtigkeit verursacht die zeitweise durchbrechende Sonne jedoch sehr schöne Regenbögen und entschädigt für die fehlende Fernsicht.

 

Nun führt ein gut ausgebauter Fahrweg über üppige Almweiden zur Adler Lounge, die sich auf einer selbst angegebenen Höhe von 2621m befinden soll; tatsächlich ist sie wohl "nur" auf 2405 m gelegen. Diese Höhe geben zumindest einheitlich mein mitgeführter Höhenmesser sowie die Alpenvereinskarte an. Ich besichtige zunächst das Außengelände und begebe mich auf einen Hügel, setze mich ein wenig auf die dort vorhandene Sitzbank und vergleiche das umliegende Gelände mit meiner Geländekarte. Dann besteige ich die Plattform der Seilbahnstation, von der eigentlich der benachbarte Großglockner in ganzer Schönheit zu sehen ist, heute jedoch zeigt er sich nicht. Mein nächstes Ziel, der von Wolken umgebene Rotenkogel, ist jedoch oberhalb der Station gut zu erkennen.

 

Gegen 11.30Uhr begebe ich mich ins Cafe der Adler-Lounge, genieße heiße Schokolade und studiere dabei die eben bereits erwähnte DAV-Karte. Immer größere Wolkenlücken lassen mich nun den Versuch wagen, den angestrebten Gipfel mit "echter" Höhe von 2762m zu besteigen. 

Um  12.30 führt mich dieses Vorhaben über den nordöstlichen Grat stufig aufwärts bis zum Gorner, einem kleinen Felsbuckel und Eckpfeiler des Rotenkogel-Massivs, hinauf. Als ich den Gorner umrunde und den freien Grat erreiche, erwartet mich hier böiger und starker Wind, aber die Aussicht ist fantastisch. Gut zu erkennen sind direkt unter mir leicht links die Bergstation der Goldried-Seilbahn mit dem gleichnamigen herzförmigen See, rechts die Adler-Lounge und die erwanderten Verbindungswege. Mittig im Hintergrund ist dank der aufreißenden Wolkendecke jetzt ein tiefer Blick ins Virgental möglich und über den Grat hinaus ist der Rotenkogel-Gipfel (2762m) und der Aufstiegsverlauf deutlich zu erkennen. Nun habe ich auch Hoffnung, das auf der anderen Bergseite bald der Glockner zu sehen ist, werde wenig später jäh enttäuscht.

 

Während ich den Aufstieg über zunehmend steile Abhänge fortsetze, schlägt das Wetter plötzlich um. Als ich die Umgebung fotografiere und filme, bemerke ich eine auf mich zukommende dunkle Wolkenwand. Urplötzlich laufe ich im dichten Schneefall. Die Sicht beträgt nun zeitweise nicht mal mehr 20m, so dass der weitere Steigverlauf kaum noch zu verfolgen ist. Noch traue ich mich weiterzugehen, denn ich hoffe, dass ich nur in einen Schauer geraten bin und daher auf baldige Wetterbesserung. Auf jetzt 2650m Höhe habe ich eigentlich nur noch der Schlussanstieg zum Gipfel zu bewältigen. Der Sturm nimmt jedoch weiter derart an Stärke zu, dass der Schnee westseitig bergauf und über den Grat hinweg weht, um dann auf der Ostseite wieder herabzufallen. Ich habe dabei zeitweise das Gefühl, vom Grat heruntergedrückt zu werden und die Temperaturen fallen gefühlt tief in den Minusbereich.

 

Ans Filmen oder Fotografieren ist jetzt nicht mehr zu denken. Auch wäre es in dieser Situation lebensgefährlich, dem Grat weiter zu folgen, geschweige denn, den Gipfel zu erklimmen; meine Motivation hierzu sinkt zunehmend, daher verharre ich einige Zeit in einer Geländemulde um hier auf Wetterbesserung zu warten.

Meine Motivation zum Gipfelsieg sinkt zunehmend. Da sich die Situation nicht zu entspannen scheint, breche ich das Vorhaben gänzlich ab, kehre zum Gorner zurück und bin froh, als ich diesen erreiche und damit dem stärksten Luftstrom kurzfristig entkomme, so dass Filmsequenzen wieder möglich werden. Die Sonne zeigt sich nun zögernd, am Ende des Grates und im folgenden Steilabstieg weht der Wind dafür jedoch wieder ungehindert und sturmartig. Etwas später befinde ich mich gänzlich unterhalb der Wolken und die Temperatur- sowie Wetterverhältnisse bessern sich weiter.

Nach Erreichen der ersten Almhänge auf 2400m Höhe lasse ich mich dort zunächst ins satte Grün nieder, mache eine ausgiebige Trink- und Essensrast, genieße die fantastischen Aussichten und lasse das gerade Erlebte Revue passieren: Das vorangegangene Erlebnis war mal wieder ein treffender Beweis dafür, wie sehr man sich in der Wahrnehmung des Wetters täuschen kann. Wolken, die aus niedriger Höhe gesehen scheinbar harmlos die Gipfel umwehen, können dort oben unter Umständen lebensbedrohliche Wetterkapriolen beinhalten. Wie gut, dass ich zumindest Kleidungsmäßig gut gerüstet war!

Nach der Rast steige ich langsam zur Seilbahn-Bergstation ab, zwischendurch nochmals auf der Suche nach fotogenen Tieren und Pflanzen. Jetzt am späten Nachmittag, setzt wohl langsam die erwartete Wetterberuhigung ein, denn immer öfter lässt sich die Sonne blicken. An der Seilbahnstation erkenne ich im Rückblick die Position, bis zu der ich den Rotenkogel-Anstieg schaffte. Mit einer der letzten Gondeln fahre ich kurz vor 17.00Uhr ins Tal hinab und besorge mir dort Proviant für die nächsten Tage. Auf dem Heimweg erlebe ich zufällig einen neuerlich beginnenden Einsatz der Hubschrauberstaffel der Matreier-Bergrettung und ahne wiederum nichts Gutes. 

 

Montag 16.07.2017- Prägraten, Berger See, Berger Törl, Lasörlinghütte, Welzelach, Bobojach, Prägraten: Aufgrund des angesagten stabilen Hochdruckwetters starte ich heute gleich nach Frühstück gegen 8.30Uhr meine heutige Bergtour. Ziel ist die Berger Alm,  das Berger Törl und die Lasörlinghütte sowie als Option vielleicht auch der 3098m hohe Lasörlinggipfel

 

Durchs Dorf und über die Isel führt mich der Fahrweg zur Lasnitzenalm zunächst in die Höhe, dann zweigt der Normalanstieg zur Berger Alm ab, dem ich folge. Immer wieder lassen Aussichtspunkte den Blick aufs tief im Tal liegende beschauliche Prägraten zu, dann führt der Weg ins Innere des Zopatnitzental mit gleichnamigem Bach, dem Ablauf des Berger Sees. Dem immer folgend, dann per Wasserfallsteg zunächst nach links, später wieder nach rechts kreuzend,  erreiche ich trotz Film und Fotopausen bereits um 11.00Uhr problemlos mein erstes heutiges Etappenziel, die Berger See Hütte auf 2182m Höhe. Hier verbleibe ich eine Weile für eine Trinkrast, verfolge dabei den weiteren Verlauf auf der DAV-Karte und per Fernglas im Gelände, denn jetzt beginnt der schwierigere Teil der Tour, der Aufstieg zum Berger Törl (2800m)

Gegen 12 Uhr befinde ich mich bereits auf der Gegenseite des Sees und bewundere wieder mal das herrliche Panorama mit der Berger See Hütte vor dem Gletschergebiet des Großvenedigers. Langsam ansteigend führt der Pfad durch das Fließgebiet des Zopatnitzenquellbaches mit einigen sich auflösenden Schneefeldern, dann folgt die erste heutige Herausforderung. Ich befinde mich jetzt am Einstieg in den Steilhang zum Berger Törl und von hier aus bis dorthin sind satte 600Höhernmeter teils sehr steil und ausgesetzt zu überwinden. Daher verbringe ich meine DSLR- sowie die GoPro-Kamera in den Rucksack, denn beide gilt es vor Schlägen oder gar Verlust zu schützen. Fotos und Film werde ich nun sporadisch machen.

 

Unmittelbar aufeinander folgend überwinde ich nun kletternd eine seilversicherte Rinne, überwinde vorsichtig ein auf dem erklommenen Sattel befindliches Schneefeld sowie das nachfolgende Schuttkar mit immer größeren Blockwerk, in dem wegen fehlender, wahrscheinlich verschütteter Markierungen nun vor allem Trittsicherheit, Konzentration sowie gute Geländeübersicht und Orientierungsfähigkeit gefragt sind. Auf einer nun folgenden Rampe gelange ich zu den kümmerlichen Resten des Berger Keeses (Kees=Gletscher) mit Schmelzsee. Dann folgt eine ausgesetzte Steilstelle, die Schwindelfreiheit verlangt. Sie führt mich auf den mit einem Schneefeld bedeckten sogenannten "Glauritsattel" führt. 

Um 14.00Uhr habe ich das Berger Törl auf 2810m und damit den höchsten Punkt der diesjährigen Tour erreicht und bin überglücklich, stoße hier einen Jodler aus! Eine ganze Weile genieße ich die fantastischen Panorama-Aussichten sowohl auf den direkt links neben mir befindlichen Lasörling mit Doppelgipfel, wobei der höhere 3098m Höhe erreicht, auf den Großvenediger (3774m) direkt vor mir über den See hinweg, der leider nur schemenhaft in den Wolken erkennbar ist, als auch auf den etwas weiter rechts liegenden höchsten Berg Österreichs, den Großglockner (3798m). Glücksgefühle beschleichen mich aufgrund des heutigen phänomenalen Bergwetters  und der erreichten Höhe, während ich mich mittels mitgeführtem Proviant stärke. Zeitgleich halte ich die Situation, das Panorama und einige pflanzliche Alpenschönheiten auf Film und Foto fest.

Eine halbe Stunde später wechsle ich auf die Gegenseite des Törls und bestaune viele Gipfel des Defreggen-Gebirges und den Weitblick bis in die Lienzer Dolomiten. Dann begutachte die direkt unter mir befindliche Abstiegsstelle, die eine weitere Herausforderung darstellt. Gleich zu Beginn dieser zweiten Etappe ist eine etwa 50m in die Tiefe führende, teils seilversicherte Steilstelle zu überwinden und erfordert nochmals Schwindelfreiheit sowie Trittsicherheit. Zunächst muss ich jedoch einige Zeit auf eine gerade hier im Aufstieg befindliche Bergsteigergruppe warten. Den steilen Abstieg  und ein weiteres Schneefeld unbeschadet überwunden, wird das Gelände im sogenannten "Glauret", einem Schuttkar mit Zugang zum Lasörling, flacher und einfacher.

 

Erst kurz bevor dieser Pfad in einer Höhe von knapp 2400m unweit der Lasörlinghütte  auf den gleichnamigen Höhenweg trifft, verlangt großes Blockwerk nochmals Konzentration. Für einen Aufstieg zum Lasörling-Gipfel (3098m) fehlt mir jetzt die Motivation, daher gehe ich in Richtung gleichnamiger Hütte. Aufgeschoben ist jedoch bekanntlich nicht aufgehoben. Beim nächsten Besuch des Virgentals wird auch dieser Berg noch stehen. Gegen 16.00Uhr sitze ich auf der Sonnenterasse der wunderschön gelegenen Lasörlinghütte (2350m) und genieße mein zweites Radler.

Bereits eine halbe Stunde später befinde ich mich auf dem weiteren Abstieg durch das unendlich lang erscheinende Mullwitztal, immer entlang des gleichnamigen Baches; anfangs über einen Pfad mit Blick auf den Großglockner, weiter abwärts ab Talstation der Lasörlinghütten-Materialseilbahn auf einen Fahrweg mit stetem Blick auf Obermauern über Raineralm (1804m) und Stadleralm (1553m). Während des langen Rückweges wird mir zwischenzeitlich bewusst, wie unnötig mühevoll mein geplantes Vorhaben am 10.07. eigentlich war, den Lasörling-Aufstieg über Berger- und Marcher Alm zu versuchen.

 

Über Welzelach gelange ich nun nach Bobojach und treffe schließlich gegen 19.30Uhr in Prägraten ein. Das abendliche Programm nimmt nun seinen gewohnten Lauf.

 

Dienstag 17.07.2017 - Fahrt nach Lienz und zum Großglockner: Für heute verspricht der Wetterbericht ganztägig viel Sonnenschein. Da die gestrige Tour wieder sehr lang und kraftraubend war, möchte ich heute meine Muskeln und Gelenke schonen und mich am vorletzten Tag ein wenig verwöhnen.

 

Also fahre ich um 9.00Uhr mit dem Auto über Matrei ins Dolomitenstädtchen Lienz und genieße den italienischen Charme dieser schönen Stadt, der sich unter anderem an den venezianischen Fensterläden vieler Gebäude ausdrückt. Lienz liegt an der Mündung der Isel in die Drau und nur 673m über NN, dabei nicht weit von der italienischen Grenze erntfernt. Nach einer Weile der Parkplatzsuche schlendere ich stundenlang durch Parks, Gassen und Straßen, fotografiere verschiedene Gebäude, die magischen Dolomiten im Hintergrund und verfolge das lebhafte Treiben. Lienz scheint ein Touristenmagnet zu sein, viele Hundert Leute säumen die Strassen und Plätze dieser Stadt.  Irgendwann passiere ich ein Eiscafe´und verspüre plötzlich Heißhunger auf Kaltes, bestelle mir spontan ein großes Spaghetti-Eis und schlürfe es genussvoll.

Dann packt mich wieder Reise- und Abenteuerlust. Auf der Rückfahrt nach Matrei biege ich in Huben in die Kalser- Landesstraße ein und fahre ab Kals über viele Serpentinen auf der Glocknerstraße ans Ende des Ködnitztals. Schon einige hundert Meter vorher beginnt die Schlange von geparkten Autos. Ich versuche soweit wie möglich an den Talschluss heranzufahren und habe Glück. Wenige Meter vor der letzten Kehre ist Platz für mein kleines Gefährt, die restlichen paar hundert Meter laufe ich.

 

Staunend und sprachlos schaue ich gegen 14.00Uhr vom Lucknerhaus (1920m) aus auf das imposante Glocknermassiv. Der Großglockner ist mit 3798m Höhe der höchste Berg Österreichs und subjektiv auch einer der schönsten! Das letzte Mal war ich Anfang der 70er Jahre mit meinen Eltern dort, allerdings auf der Glockner-Hochalpenstraße am "Kaiser Franz-Josef-Haus" auf der nördlichen Seite des Massivs. Hier am Lucknerhaus herrscht reges Treiben. Plötzlich startet ein Hubschrauber der Bergrettung und fliegt Richtung Glockner. Etwas weiter talein steht ein weiterer Hubschrauber der Polizei auf einer Almwiese. Irgendetwas stimmt hier nicht, befürchte ich. Wie wahr meine Vermutung ist, erfahre ich am nächsten Tag in der Zeitung: Unfall-Polizeibericht durch Anklicken lesen

 

Eine ganze Weile halte ich mich hier oben noch auf, beobachte viele ab- und aufsteigende Bergsteiger sowie Wanderer und die Hochwasserschutzarbeiten am Ködnitzbach. Dann fahre ich wieder die Kalser-Glocknerstraße hinab, verweile jedoch nur kurz am Staniskabach- Wasserfall, um diesen schönen Schleierwasserfall auf Foto und Film festzuhalten, setze die Fahrt dann fort. Nach zwischenzeitlichem Getränke- und Proviantkauf in Matrei kehre ich gegen 16.00Uhr ins Virgental zurück, biege in Virgen Richtung Freibad ab und fahre zu jener Sitzbank, auf der ich am vergangenen Freitag die Sonne und die herrliche Umgebung genossen habe. Auch heute verweile ich einige Zeit an diesem vorzüglich gelegenen Platz und genieße eines meiner eben gekauften kühlen Erfischungsgetränke in der Sonne.

 

Etwas mehr als einer Stunde später führt mich die letzte Etappe diese Tages nach Prägraten und später nach Erfrischung ins Gasthaus Linder in Bobojach. Der "Osttiroler Grillmix"-Teller und das kühle Weizenbier schließt den Tag perfekt ab.

 

Mittwoch 18.07.2017 - Auf dem Venediger Höhenweg: Heute besteht leider die letzte Möglichkeit, etwas Besonderes vorzunehmen. Da ich mich jedoch nicht mehr gar zu sehr verausgaben möchte, strebe ich eine Etappe des Venediger-Höhenwegs an.

 

Gleich nach dem Frühstück mache ich mich mit dem Fahrzeug nach Wallhorn zum dortigen Wander-Parkplatz auf, stelle es dort ab und beginne um etwa 9.30Uhr die heutige Tour Richtung Wallhorn-Alm. Zunächst mäßig ansteigend erreiche ich bald die Bodenalm (1948m), passiere diese jedoch dieses Mal ohne Rast. Als der weitere Weg mich zum Timmelbach und an diesem entlang ins gleichnamige Tal führt, erkenne ich bald am Talschluß liegend die Eisseehütte auf 2521m Höhe, die ich bereits während der Hüttentour2000 erwanderte. 

Die Ochsnerhütte (2133m) erreicht, führt nun ein steiler Pfad in einigen Serpentinen den Hang hoch und trifft auf ziemlich genau 2400Höhenmeter auf den Venediger-Höhenweg, der von der Eisseehütte zur Bonn-Matreier Hütte führt. Diesem in gleicher Richtung folgend erreiche ich bald die Wunwand, die gerade mit einem Lawinenschutz verbaut wird. Auf dem nun folgenden Teilstück wachsen die Almwiesenblumen dank des südseitigen Hanges besonders üppig und auch einige Edelweiß sind hier zu finden. Auch die Geländeaussichten aufs Virgental genieße ich nochmals und lasse mich dafür ins Gras sinken.

Nach mehreren Murenrinnen erreiche ich den Abstieg zur Wunalm. Jetzt führt der enge Pfad zunächst über Almwiesen, dann durch immer dichter werdenden Bergwald bis auf 1800Höhenmeter hinab, um dann auf den Weg zum Wallhornparkplatz zu treffen. Um ca 16.00Uhr treffe ich in der Pension Weiskopf ein, erfrische mich und packe den Koffer soweit möglich. 

 

Vor dem abendlichen Essen zahle ich meine Unterkunft, führe noch ein längeres nettes Gespräch mit Petra und Toni und habe dabei das Vergnügen, hausgemachten Zirbenschnaps probieren zu dürfen. 

 

Donnerstag 19.07.2017 - Rückreise: Heute morgen lasse ich mir mit allem etwas mehr Zeit und genieße das Frühstück vor der langen Fahrt besonders intensiv. Gegen 10.00Uhr sind dann auch die letzten Gegenstände ins Auto verbracht und die Rückreise kann beginnen. Nach herzlichem Abschied von Petra erreiche ich Berlin spätnachmittags ohne Staus oder sonstige Komplikationen.

 

Fazit der Woche: 14 erlebnisreiche, wenn auch wettermäßig ausbaufähige Tage hinterlassen gemischte Eindrücke. Das es trotzdem insgesamt sehr schöne Tage waren, daran hat auch Familie Weiskopf großen Anteil. Auf jeden Fall zieht mich diese Gegend mit ihrer naturbelassenen Umgebung immer wieder an und ich weiß jetzt schon:

 

ICH WERDE WIEDERKOMMEN!!!

 

Bergheil bis 2018...Euer Norbert Schmidt

 

PS: Nachfolgend besteht die Möglichkeit, den Bericht zu kommentieren. Ich bitte um Eure rege Beteiligung!

 



Kommentare: 4
  • #4

    Norbert Schmidt (Administrator) (Freitag, 09 März 2018 00:29)

    Ich danke Euch für Euer Interesse und die aufmunternden Einträge!!! �

  • #3

    Christina Penetti (Donnerstag, 07 Dezember 2017 14:35)

    Lieber Norbert, ich habe es nun endlich geschafft deinen Bericht (nicht komplett) zu lesen aaaaaaber dafür habe ich jedes einzelne Bild bewundert!!! Mächtig beeindruckend Respekt vor deinem Durchhaltevermögen!! Alles Liebe Tina

  • #2

    Martina Bemben (Dienstag, 05 Dezember 2017 17:45)

    Ich liebe auch die Berge. Wunderschön Deine Bilder. Vielen Dank dafür

  • #1

    Donna nNaydenova (Dienstag, 05 Dezember 2017 14:47)

    Ich liebe die berge und habe tausenen von fotos und bilder gesehen, aber die Fotos hier sind mehr als fantastisch! Bravo!!



 

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